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Mirko und Pascal Hilkert erkämpfen sich in ihrem zweiten A-Jugend-Jahr hochverdient einen 3. und 2. Platz

Bei der Auslosung hatten die Zwillinge das Glück auf ihrer Seite, so mussten sie nicht in den Poolkämpfen gegeneinander antreten. Die Erleichterung konnte man ihren Gesichtern ablesen.

Kommen wir zuerst zu unserem Drittplatzierten Mirko. Er musste mit dem Handicap des größten Gewichtsnachteiles an den Start gehen.
Gleich im ersten Kampf hatte er es mit einem um einen Kopf grösseren Gegner Fabian Martin vom RV Thalheim zu tun. Unbekümmert, so wie wir ihn eben kennen, begann er den Kampf. In der 1. Runde konnte er eine kleine Unaufmerksamkeit seines Gegners nutzen und seinen exzellenten Kopfhüftzug ansetzen. Diesen schönen Griff konnte er dann mit einem Schultersieg abschließen.
Im zweiten Kampf am Samstagmorgen hatte er es mit dem Lokalmatador Lars Kron zu tun. Dieser überragte unseren Ringer sage und schreibe um fast 2 Köpfe. Äußerst konzentriert gingen beide Sportler auf die Matte. Lars Kron wollte seine körperliche Überlegenheit ausnutzen und drängte Mirko vehement in Richtung Mattenrand. Mirko nutzte die Schiebekraft seines Gegners hervorragend aus und setzte einen verdeckten Hüftzug an. Hiermit konnte er sich eine Dreierwertung sichern. Im Verlauf der ersten Runde gelang dies Mirko noch einmal und konnte diesmal seinen Hüftzug mit einem Schultersieg beschließen.
Nun kam es zum entscheidenden Kampf gegen den Südbadener Nick Scherer um den Finaleinzug. Der körperlich stark überlegene Nick Scherer ging die erste Runde offensiv an, was allerdings Mirko sehr gut liegt. Hierdurch konnte er gleich zu Beginn eine Dreierwertung ansetzen, wurde aber übertragen und musste eine 2er-Wertung hinnehmen. Am Ende ging die Runde beim Stand von 5:5 aufgrund der höheren Wertung an Mirko. In der zweiten und dritten Runde rang Nick Scherer passiver. So konnte er sein Gewichtsvorteil deutlich besser zur Geltung bringen und Mirko kam mit seinen Griffansätzen nicht mehr durch. So verlor er die folgenden 2 Runden denkbar knapp mit 0:1 und 0:2 Punkten. Somit war klar dass er in seinem nächsten Kampf wieder einen Sieg braucht, um noch ins kleine Finale vorstoßen zu können.

Rick Brauer konnte Mirkos Schnelligkeit nichts entgegensetzen und verlor die 1. Runde überhöht und die 2. Runde mit 3:0 Punkten. Groß war der Jubel beim Sulzbacher Anhang.

Der Weg von Pascal Hilkert war klar gezeichnet von überlegener Grifftechnik und Beherrschung seiner Gegner. Man hatte im Prinzip nie das Gefühl, dass hier irgendetwas anbrennen könnte.
Im ersten Kampf traf er auf Max Andre Exner. Diesen konnte er nach einem Hüftzug in der ersten Minute auf beide Schultern legen. Im zweiten Kampf erging es Enrico Gustavus nicht anders. Auch er befand sich innerhalb von 30 Sekunden auf beiden Schultern.

Andreas Heidt sollte am Samstagmittag sein erster Gegner sein. Hoch motiviert und mit 2 Schultersiegen im Rücken ging er diesen Kampf an. Mit schönen Griffkombinationen aus der Bodenlage heraus holte er in der ersten Runde Punkt um Punkt. Die zweite Runde gestaltete er ebenso überlegen. So standen am Ende 13:0 Punkte auf seiner Habenseite und das kleine Finale war ihm sicher.

In Andreas Bauer traf er dann auf ein deutlich schwereres Kaliber und einen alten Bekannten. Hochkonzentriert ging er zu Werke und konnte dies zu einem 4:1 Sieg in der ersten Runde nutzen. In der zweiten Runde ging es dann beim Stand von 0:0 in die Bodenlage. Andreas Bauer war hier der Obermann. Dieser versuchte einen „verkehrten Ausheber“ anzusetzen. Beim Hochheben von Pascal, konnte sich dieser innerhalb der Umklammerung drehen und sicherte sich so eine Zweierwertung. Diese Führung verteidigte er äußerst clever bis zum Schluss.
Groß war der Jubel der zahlreich angereisten Sulzbacher Fans. So kämpften doch am Sonntagmorgen 2 Sulzbacher um die Medaillenränge in der 42-Kiloklasse.

Mirko Hilkert machte den Auftaktkampf zu den kleinen Finals. Grosse Chancen wurden ihm gegen den körperlich stärkeren Andreas Bauer nicht eingeräumt. Aber wenn man nur die kleinsten Chancen nutzen kann, eröffnen sich einem doch Siegchancen. Andreas Bauer versuchte nach dem ersten Abtasten seine körperliche Überlegenheit ins Feld zu führen und Mirko nach außen zu schieben. Dies wiederum nutzte Mirko für einen seiner bekannten Kopfhüftzüge. Er kam damit durch und konnte nach tapferer Abwehr die erste Runde mit 4:1 für sich entscheiden. Die 2. Runde begann Andreas Bauer deutlich passiver. Trotzdem konnte Mirko wieder in Führung gehen und diese aufopferungsvoll kämpfend verteidigen.
Tosender Jubel auf der Sulzbacher Fanmeile brandete nach dem Abpfiff auf, welcher von den meisten der Zuschauer wohlwollend unterstützt wurde. Man kann mit Recht und Fug behaupten, dass Mirko einer der am meisten bestaunten Ringer dieser DM war. Die Herzen der Zuschauer hatte er sowieso auf seiner Seite.

Sein Zwillingsbruder Pascal Hilkert hatte heute nicht das Glück auf seiner Seite. Gegen einen hochmotivierten und clever eingestellten Nick Scherer fand er im Kampf keinen Ansatz für einen Griff. In der 1. Runde musste Nick Scherer in die Bodenlage. Äußerst geschickt gelang hier Nick die Bodenabwehr. Pascal schaffte es nicht, ihn zu drehen.So ging die erste Runde an seinen Gegner. In der zweiten Runde das gleiche Bild: kein Sportler wollte ein Risiko eingehen, jeder vertraute auf seine Bodenstärke. Nun musste Pascal in die Bodenlage. Pascal ist ja ein exzellenter Bodenabwehrer, aber heuer gelang ihm das leider nicht: 3 Sekunden vor Schluss wurde er gedreht. Damit war die zweite Runde und das Finale verloren. Riesengroß seine Enttäuschung, Beifall jedoch im Publikum dank dieser famosen Leistung am Wochenende. Auch ein deutscher Vizetitel ist aller Ehren wert.

Die beiden Medaillengewinner wurden anschließend im Vereinsheim vom Verein empfangen und geehrt. Es wurde noch lange gefeiert. Von den anwesenden Älteren KSV-lern konnte sich niemand an solch eine DM mit gleichzeitigen einem Zweiten und Drittplatzierten erinnern.

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