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Hochkarätiges im Jubiläumsjahr bieten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand   
Mittwoch, 14. Mai 2008

Quelle: Weinheimer Nachrichten vom 14.05.2008

 Sulzbach. In etlichen Mannschaftssportarten sind sie stets der große Höhepunkt zum Saisonabschluss: die Play-offs. Solche alles entscheidenden Kämpfe wird es nun auch erstmals in der Oberliga des Nordbadischen Ringerverbands (NBRV) geben. Die Einführung der Play-offs zum Finale der Saison 2008 ist allerdings eher aus der Not heraus geboren worden.

Nach dem Rückzug der Mannschaften von KSV Wiesental, SV Brötzingen und KSC Graben-Neudorf stand die Oberliga plötzlich nur noch mit acht Mannschaften da. Das hätte für die Teams eine verkürzte Saison mit jeweils nur noch sieben Heimkämpfen bedeutet, was die verbliebenen Oberligisten auf keinen Fall wollten. Und so wurde bei einer außerordentlichen Sitzung im Rahmen der deutschen Schüler-Mannschaftsmeisterschaft in Laudenbach eine Sonderregelung für die kommende Saison beschlossen (wir berichteten).

Nach einer verkleinerten "Achterrunde" mit den üblichen Hin- und Rückkämpfen werden die besten vier Mannschaften noch eine "Play-off-Runde" um die Meisterschaft absolvieren, die Teams auf den Rängen fünf bis acht treffen sich dann in einer so genannten "Play-up-Runde". Mit dabei sein wird bei der Premiere des Play-off-Modus im NBRV auch der KSV Sulzbach.

Der Vorjahressechste hat sich gezielt verstärkt, um in der neuen Oberliga-Saison die Play-offs der besten Vier zu erreichen. "Das ist unser Nahziel", erklären übereinstimmend KSV-Trainer Karl-Heinz Helbing und der Zweite Vorsitzende Bernd Seiler. Insgeheim liebäugeln beide aber mit mehr. "Im Jahr unseres 100-jährigen Bestehens wollen wir ganz vorne mitmischen und unseren Fans hochkarätigen Ringkampfsport bieten", so Helbing. Dafür haben die Sulzbacher fünf Neuzugänge unter Vertrag genommen. Trainer Karl-Heinz Helbing hat von seinem Heimatverein ASV Mainz gleich zwei Athleten zum KSV geholt: seinen Sohn Thomas Helbing für die schweren Gewichtsklassen und Sevkit Ermis für die leichten Kategorien. Beide haben in Mainz reichlich Bundesliga-Erfahrung gesammelt. Der 26-jährige Thomas Helbing errang im Jugendalter vier Medaillen bei deutschen Meisterschaften und gilt als Punktegarant im griechisch-römischen Stil für die Klassen 96 und 120 kg.

Sevkit Ermis ist wiederum in beiden Stilarten in der Klasse bis 55 kg einsetzbar und sollte nach Einschätzung seines Trainer "in der Oberliga keinen Kampf verlieren". Sevkit Ermis rang einst auch mit dem heutigen Sulzbacher Musa Kolaj beim KSV Rimbach in der 2. Bundesliga.

Aus Rimbach hat es jetzt mit dem 17-jährigen Sascha Schmoll einen talentierten Nachwuchsringer nach Sulzbach gezogen. Er ist derzeit zwar noch verletzt, wird bis zum Saisonstart mit dem Heimkampf gegen den KSV Ketsch II am 6. September aber sicher fit genug sein für einen Einsatz in der Klasse bis 84 kg.

Ebenso wie Schmoll fühlt sich Viktor Schönberger in beiden Stilarten heimisch. Der Leicht- oder Weltergewichtler (66/74 kg) schloss sich nach dem Rückzug der Wiesentaler dem KSV Sulzbach an. Fünfter Neuzugang ist Erdal Celik, Freistilspezialist in der Klasse bis 74 kg. Der 32-Jährige kam vom ASV Ladenburg.

Als Anwärter auf einen vorderen Tabellenplatz rechnet Karl-Heinz Helbing mit dem KSV Kirrlach und Regionalliga-Absteiger RSL Sandhofen/Lampertheim sowie den Reservestaffeln der Bundesligisten SV Weingarten und KSV Ketsch. Unabhängig vom Saisonausgang sieht Bernd Seiler den KSV Sulzbach schon als Gewinner dieses Jahres. "Seit den deutschen Junioren-Meisterschaften, die wir Ende März ausrichteten, haben wir einen richtigen Boom mit zahlreichen neuen Ringern in unserer Jugendabteilung erlebt." bk

 
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