Bericht Familienausflug 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand   
Dienstag, 15. Juni 2010

Bericht Vereinsausflug 2010

 

Am Dienstag, den 01.06.2010 um 5 Uhr ging es für 55 KSV-Ausflügler auf die große Reise nach Südtirol in das Ahrntal zum Hotel Alpenblick.

Der Wettergott hatte es am Starttag nicht sehr gut mit den Reisenden gehalten und ließ es teilweise wie aus Kübeln schütten. Aus diesem Grund richtete sich die anvisierte Frühstückspause ganz nach dem Wetter und man mußte improvisieren. Bei der ersten kleinen Wolkenlücke steuerte der KSV- Bus direkt den nächsten Rastplatz an und man konnte sich trockenen Hauptes an dem reichhaltigen Frühstück laben. Nach der einstündigen Pause ging es über den Fernpass vorbei an den Schlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein nach Tarrenz auf das Schloss Starkenberg. Dort wurde die Mittagspause genutzt zum Essen und einem kleinen Rundgang durch den herrlichen Schlossgarten mit dem Starkenberger See. Erwähnenswert ist hier auch die angehängte Schlossbrauerei Starkenberg. Es ist die meist prämierte Brauerei Österreichs. Im Anschluß brach die Gruppe zum Ziel, Luttach im Ahrntal auf.

Dort angekommen, wurden alle Gäste von Hotelchef Hartmann Großgasteiger empfangen und begrüßt. Um 19 Uhr wurde zum Abendessen geladen. Die zubereiteten Speisen waren jeden Abend und Morgen ein Gedicht. Man kann hier ohne Fug und Recht behaupten, dass dies das bisher beste Hotel war, dass der KSV in seiner jüngeren Geschichte als Ausflugsziel angefahren hat. Ein paar Gäste wollten unserem Wirt sogar den Koch ausspannen und ihn gegen ihre Frauen eintauschen. Der Koch lehnte dies jedoch dankend ab. Nach dem Abendessen stand ein Diavortrag über das Tauferner Ahrntal auf dem Programm. Hier wurden uns die Geschichte Südtirols und des Ahrntales, mit Bildern unterlegt, erzählt. Der berühmteste Ahrntaler wurde uns auch genannt. Es ist  der Bergsteiger und Abenteurer Hans Kammerlander. Hans Kammerlander hat auch schon in Sulzbach Vorträge über seine Bergtouren gehalten.

Am nächsten Tag stand dann eine kleine wetterbedingte Programmänderung auf dem Plan. Anstatt der geplanten Wanderung oder der Dolomitenrundfahrt bot das Organisationsteam nun eine Fahrt an den Gardasee an. So ging es morgens unter fachkundiger Anleitung unseres Reiseführers Sepp los in Richtung Riva del Garda am Gardasee. Unterwegs konnte man den Klimawechsel hautnah miterleben. So starteten wir in Luttach bei 9° und hielten am Gardasee bei 28° an. In Riva wartete bereits ein Schiff um die Ausflügler aufzunehmen und nach Limone zu bringen. Limone, eine frühere Grenzstadt des alten Staates Venetiens, verzauberte die Besucher mit seinem Flair und den mittelalterlichen Gässchen und Plätzen und hinterließ bei den Gästen einen bleibenden Eindruck. Danach hieß es dann wieder das Schiff besteigen und nach Malcesine fahren. Die Stadt am Fuße des Monte Baldo, mit 2218 Metern der höchste Berg am Gardasee, wurde auch schon von Johann Wolfgang Goethe besucht und in den höchsten Tönen gelobt.

Am Donnerstag stand dann der Wandertag im Vordergrund. Reiseführer Sepp führte die Wanderer der großen Tour an. Sie starteten morgens um 9 Uhr in Kasern (nördlichste Gemeinde Italiens) am Talschluß und mussten dann bis auf 2300 Meter aufsteigen. Ab 1900 Höhenmetern versanken die Teilnehmer bis zu den Hüften im Schnee und mussten große Anstrengungen unternehmen um noch rechtzeitig zur Adleralm zu kommen. Die Adleralm war das Ziel aller Reiseteilnehmer am heutigen Tag. Die kleine Wandertour wurde von Bernd Seiler angeführt. Zur Freude der Teilnehmer dauerte zum ersten Mal die kleine Tour nicht so lange wie die große. Die Teilnehmer die nicht mehr so gut zu Fuß sind wurden in 3 Etappen mit dem Jeep zur Adleralm gebracht. Dort unterhielt uns der Hüttenwirt bestens mit kleinen Scherzen unter Einbeziehung der Gäste und einer „Quetschkommod“. Dieses Instrument beherrschte auch unser Kurt Danter, der den Wirt dann in den Pausen ablöste und ebenfalls für beste Stimmung mit alten Sulzbacher Liedern sorgte. Gegen 16 Uhr brach dann die Gruppe zum Heimweg auf und blickte erwartungsvoll auf das Gala-Diner und den Sulzbacher Abend. Zum Auftakt des Gala-Diners lud uns der Wirt zu einem Aperitif und Small-Talk im Hotelfoyer ein. Im Anschluß daran wurden die KSVler wieder einmal verwöhnt:. Was der Koch hier wieder aus der Küche zauberte war einfach superb. Hier der Auszug des Menüs:

1. Gang Aperitif, 2. Gang Gemischter, kalter Vorspeisenteller, 3. Gang Hausgemachte Bandnudeln mit Tomaten, Rauke und Feta, 4. Gang Consomme mit Kräuternockerln, 5. Gang Rinderfiletspitzen Stroganoff, Kartoffelgratin, Spinat und Kräutergemüse, 6. Gang mit Nougat gefüllte Topfenknödel auf Vanillesauce.

Nach dem 6-Gang-Menü ging es dann zum Bunten Abend in den großen Nebenraum des Restaurants. Aufgrund des 6-Gang Menüs etwas verspätet, tat dies der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Der Alleinunterhalter sorgte für die musikalische Unterhaltung und Sulzbacher für die Aktivierung der Lachmuskeln. So erzählten uns Hilde Seiler und Christel Ziemer ihre Schul- und Jugenderlebnisse als „Zwa vunn de letzte Bank“ und das Putztrio Silvia Hilkert, Alexandra Kraft und Patricia Scheid führten uns toll verkleidet ihre Putzfrauenkünste vor. So fand der Bunte Abend, äußerst gut gelungen, erst spät in der Nacht sein Ende.

Am nächsten Tag stand dann der Besuch des Klosters Neustift und der Bischhofsstadt Brixen auf dem Programm. Eine Führung durch das Kloster zeigte uns das Leben der Geistlichen und Äbten in den letzten 900 Jahren. Unglaublich reichhaltig ausgestattet die Kirchen und Kapellen auf dem riesigen Gelände. Überrascht waren dann alle, als man hörte, dass nur noch 24 Mönche im Kloster wohnen. Aber wie überall plagen auch hier die katholische Kirche die Nachwuchssorgen. Im Anschluss an die Führung gab es noch eine Klosterweinprobe im Stiftskeller. Unter sachkundiger Erklärung kamen diverse Weine zur Verköstigung. Der Stiftskellermeister wurde 2009 mit dem Titel „bester Weinkellermeister Italiens“ ausgezeichnet. Danach ging es weiter zur Bischhofsstadt Brixen. Hier nutzten die Gäste die Zeit zum Flanieren und Besichtigen der Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Am Abend ließ man dann den Ausflug im Hotel so langsam ausklingen. Für einige wurde es wieder recht spät und man heckte noch einige Streiche für den Abfahrtsmorgen aus.

Am nächsten Morgen wurde dann dem exquisiten Hotel Alpenblick schweren Herzens der Rücken gekehrt und der Bus bestiegen. Eine letzte Rast legte die Gruppe dann in Dasing auf dem Bauernmarkt ein. Hier konnte noch einmal nach Herzenslust zugeschlagen werden und im anschließenden Bauernladen für das Wochenende eingekauft werden. Gegen 19 Uhr war die Gruppe dann wieder zu Hause in Sulzbach und nahm nach fünf schönen Tagen Abschied voneinander mit der Bitte, in 2 Jahren wieder einen solchen Ausflug zu organisieren.

 

Bernd Seiler

 

 

Bilder vom Familienausflug gibt es hier.

 
< zurück   weiter >
Unsere Partner ...
Doll