KSV Familie auf großer Fahrt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand   
Mittwoch, 21. Mai 2008

Auch im Jubiläumsjahr wollte der Kraftsportverein Sulzbach auf den im Zweijahresrhythmus durchgeführten Mehrtagesausflug nicht verzichten, der von den Mitgliedern und Freunden des Vereins stets gut angenommen wird.

Auch in diesem Jahr gab es wieder ein reichhaltiges Programm, bei dem für alle Mitfahrer etwas geboten wurde. Die Fünftagesreise ging in den tschechischen Teil des Erzgebirges nach Bozi Dar, dem früheren Gottesgab, das direkt hinter der Grenze von Oberwiesenthal liegt. Bereits um 5 Uhr wurde in Sulzbach gestartet und nach einer dreistündigen Fahrt gab es ein opulentes Frühstück. Auf der Weiterfahrt dann schon das erste Highlight. In Lichtenfels hieß es umsteigen auf ein Floß zu einer 2 1/2-stündigen Fahrt auf dem Main, bei der zwei fränkische Musikanten nicht viel Mühe hatten, die Sulzbacher in Stimmung zu bringen. Weiter ging es bis nach Schwarzenbach, wo die lustige Wirtin vom Gasthaus „Fels“ die Bergsträßler begrüßte und meinte: „Weil ihr z´spät kommen seid, müsst´s zum Abschied a Schnapserl von mir trinken.“ Da brauchte sie nicht lange darum zu bitten. Rechtzeitig zum Abendessen konnte das in 1.025 m Höhe gelegene Hotel „Praha“ bezogen werden.
Am zweiten Tag führte ein Reiseleiter nach Karlsbad und Marienbad. Auf der Fahrt erfuhr man viel über die Geschichte des Erzgebirges, das auch das silberne Gebirge genannt wurde, wo ab dem 12. Jh. von Bergleuten aus Sachsen zunächst bis ins 16. Jh. Silber abgebaut wurde. Mit weiter entwickelter Technik konnte der Bergbau dann im 17. Jh. und dann im 19. Jh. einen Boom erleben. Es gab 600 Silberbergwerke. Heute ist das Erzgebirge ein Winter- und Skisportgebiet. Neben den bekannten Bädern Karlsbad, Marienbad und Franzensbad gibt es noch etliche kleinere Kurorte, von denen Joachimsbad (Jachymov) mit seinen Radonquellen auf dem Wege lag. Fachkundige und ausführliche Führungen in Karlsbad und Marienbad erläuterten Entstehung, Blüte, Niedergang und Wiederaufbau dieser Traditionsbäder.
Über das Erz- und Fichtelgebirge sowie die Sächsische Schweiz ging es am nächsten Tag nach Dresden. Auch hier wurden schon während der Fahrt die Gegend und ihre Städte und Dörfer in den Blick genommen. In Dresden gab es eine kombinierte Führung mit Bus und zu Fuß. Während die übliche Besichtigung in der Innenstadt mit Residenz, Zwinger, Hofkirche und Frauenkirche zu Fuß bewältigt wurde, zeigte die Bustour die Vielfalt der Elbestadt mit ihren zahlreichen Parks, Grünanlagen, dem Elbufer und man sah die Baustelle für die sehr umstrittene geplante neue Brücke über die Elbe. Auch wer schon einmal dort war bestätigte, Dresden, das aus Leid und Trümmern neu erstand, ist immer eine Reise wert.
Bei einem Wandertag wurde die herrliche Umgebung von Bozi Dar, der höchstgelegenen Stadt Mitteleuropas erkundet, ein Wander- aber vor allem auch ein Wintersportgebiet, aus dem namhafte Wintersportler stammen wie Jens Weissflog, Rene Sommerfeld und Lukas Bauer. Die unterschiedlich gestarteten 2 Wandergruppen (eine große Wandertour und eine kleine Wandertour) sowie die Busgruppe, erstmalig die größte Gruppe, angeführt von Wanderführer Willi Vogt, trafen sich zum gemeinsamen Vesper in Kovarska. Da die Wandergruppe der kleinen Tour, trotz einheimischen Wanderführers, einen falschen Weg eingeschlagen hatte, mussten die beiden anderen Gruppen etwas länger in dem Gasthaus ausharren. Am Ende stellte sich heraus, dass die Teilnehmer der kleinen Tour mehr Kilometer zurückgelegt hatten, als die Teilnehmer der großen Tour. Da dies nicht das erste Mal war, konnten sich die beiden anderen Gruppen das Lachen beim Eintreffen der kleinen Wandergruppe nicht verkneifen. Der gemeinsame Rückweg per Bus führte noch zum höchsten Punkt auf den Fichtelberg, wo man von Aussichtsplattformen einen herrlichen Rundblick genießen konnte.
Der Tag der Heimreise war verbunden mit der Führung durch die traditionsreiche Brauerei Chodovar, in der nachweislich seit 1570, sicher aber schon früher, Bier gebraut wird. Heute betreibt der Familienbetrieb daneben noch ein Hotel. In den alten Gewölbekellern, wo das Bier gelagert wurde, ist heute ein Museum untergebracht und große Gasträume, wo auch die Sulzbacher ihr Mittagessen einnahmen, bevor es endgültig in Richtung Bergstraße ging.
Die Dankesworte für die erlebnisreichen und ausgefüllten fünf Tage gingen an das Organisationsteam um Bernd Seiler. Der Vorsitzende Karlfred Beutel dankte auch allen Mitreisenden sowie dem Fahrer der Firma Strohmenger und hoffte auf ein gesundes Wiedersehen in zwei Jahren.

Weitere Veranstaltungen des KSV Sulzbach im Jubiläumsjahr

Am Samstag, den 31.05. veranstaltet der KSV die offenen Ortsmeisterschaften auf dem Festplatz an der Schule im
„Human Table Soccer“ mit anschließendem Grillfest.
Am Tag danach, dem 01.06. wird der 3. „Krabbecup“ durchgeführt, ein Turnier der D-und E- Jugend im griechisch - römischen Stil.

Die Jubiläumsveranstaltungen beginnen am Freitag den 4. Juli mit einem Ökumenischen Festgottesdienst.
Anschliessend findet im katholischen Gemeindezentrum der Festabend statt. Den großen bunten Abend am Samstag den 4. Juli gestaltet der „Odenwälder Shantychor“. Der Sonntag der 6. Juli steht ganz im Zeichen des Ringsports. Ein Ringerturnier beschließt die Jubiläumsveranstaltungen.
Nach der Feier der Kerwe vom 25.07. – 28.07. geht es in die Sommerferien und am 6. September beginnt dann die Ringerverbandsrunde 2008 / 2009.
Bilder vom Familienausflug 2008 gibt es hier !

 
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