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Bericht SV Brötzigen - KSV Sulzbach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand   
Sonntag, 12. Dezember 2010

Sulzbach siegt mit 20:19 in Brötzingen und feiert ausgelassen im Brötzinger Vereinsheim

 die Verteidigung der Tabellenführung. Nun kann Sulzbach am Samstag gegen Schönau

zu Hause den Titel und Aufstieg unter Dach und Fach bringen. 

Schwer gehandicapt und wirklich ziemlich mutlos verlies man in Brötzingen den Wiegeraum. Zum einem konnte Brötzingen den russischen Ausnahmeathleten Assakalov an den Start bringen und zum anderen musste Sulzbach auf Marc Heinzelbecker, Martin Rothe und den vor Wochenfrist stark auftrumpfenden Musa Kolay verzichten. So war klar, dass Sulzbachs letztes Aufgebot über sich hinaus wachsen musste um im Brötzinger Tollhaus zu bestehen. Übrigens verwandelten die mit knapp 20 Autos angereisten Sulzbacher Fans die Brötzinger Halle in das Tollhaus. Selbst nach schwersten Androhungen über Strafen, Prügel und Polizei von Brötzinger Seite gegen den jungen Fanclub wurde der Trommelwirbel nicht unterbunden. Im Gegenteil jeder Ringer wurde zu 120% Leistung getrommelt und die Sulzbacher Altfans bildeten einen undurchdringbaren Cordon um die Trommler und ließen keinen Brötzinger Fan mehr durch.

Jan Steffan (55kg Gr.) gegen Ralf Quehenberger bildete das Auftaktpaar. Im wahrsten Sinne könnte man hier sagen, es rang David gegen Goliath. Quehenbergers Oberarme waren deutlich stärker als Jan`s Oberschenkel. Aber unbeeindruckt und auf eigene Stärken abzielend ging er in den Kampf und zog gleich einen Hüftzug und legte seinen Gegner auf beide Schultern. Jedoch verweigerte Kampfrichter Kessel unserem Sportler den Schultersieg, selbst nachdem Quehenberger auf beiden Schultern ins Aus robbte. Am Ende konnte Jan zwar immer wieder einen Armdrehschwung und Hüftzug ansetzen und ziehen, wurde aber auf Grund der körperlichen Unterlegenheit übertragen und noch durchgedreht. Auf Grund der 3 er Wertungen konnte er aber 2 Runden mitnehmen.  (3:2).

Darius Wizsniewski (120 kg Fr.) traf auf Sergej Smirnov. In der 2. Runde konnte er seinen Gegner nach einer 13:0 Führung auf beide Schultern legen (3:6).

Nun sollte Daniel Kohler (60 kg Fr.) gegen  Demian Meeh versuchen seinen Vorkampfsieg zu wiederholen. Dies tat er mit Bravour. Er konnte seinen Gegner nach 24 Sekunden schultern (3:10). 

Andreas Osipov (96 kg Gr.) sollte nun die Führung ausbauen und für Ruhe im Team sorgen, standen doch unseren Sportlern noch schwere Kämpfe bevor. Aber gegen Alexander Kiwitt war dies nicht so einfach. Unter frenetischer Anfeuerung wurde er zu einem 3:1 Rundensieg gepeitscht (4:13).

Matthias Seiler (66 kg Gr.) traf nun auf den Ausnahmeathleten Ruslan Assakalov der im Hinkampf noch gesperrt war. Da Mathias Seiler zu schwer war, war der Kampf schon auf der Waage entschieden. Trotzdem stellte er sich zum Kampf und dachte dass Assakalov ihn gleich auf beide Schultern legt. Leider tat er Ihm diesen Gefallen nicht. Assakalov wirbelte Seiler mehrmals durch die Luft, so dass einem Angst und Bange um die Gesundheit unseres Sportlers werden musste. Mit Fairness und Ringsport hatte das nichts mehr zu tun. Unschön noch die letzte Aktion seitens Ruslan gegen Matthias. Nachdem der Kamprichter wegen überhöhter Führung die Runde abpfiff und die letzte Aktion damit unterbrach, warf der Russe Matthias achtlos auf die Matte. Dies löste auf Sulzbacher Seite sofort Tumulte aus und man war um die Gesundheit unseres Sportlers bange. So etwas hat mit Ringen sicherlich nichts zu tun (8:13).

Jens Barbara (84 Kg Fr.) sollte nun gegen Eduard Reich II weitere Punkte holen. In unnachahmlicher Manier tat er dies auch. Frenetisch angefeuert von den Zuschauern holte er Punkt um Punkt und legte seinen Gegner in der 2. Runde auf beide Schultern (8:17).

Nun hatte Sulzbach den Sieg vor Augen und befand sich auf der Zielgerade, aber diese Gerade entpuppte sich als 100% iger Höhenanstieg.

Marus Seiler (66 kg Fr.) war gegen David Wagner chancenlos und unterlag trotz tapferer Gegenwehr überhöht (12:17).

Patrick Karr (84 kg Gr.)  sollte nun den Sieg nach Hause fahren. Nachdem er im Vorkampf 3:2 unterlegen war, wollte er heute diese Scharte auswetzen. Aber der bis dato unbesiegte Eduard Reich I wollte seine weiße Weste behalten und  tat dies auch mit einem 3:0 Rundensieg (15:17)

Gabriel Benchea (74 kg Gr.) musste nun unbedingt mit 2 Runden Unterschied gewinnen um zumindest ein Unentschieden zu retten. Aber in Albinus Kiefer hatte er er eine Gegner gegen sich, der wie Gabriel selbst erst einen Kampf in dieser Verbandsrunde verloren hatte. Unglaublich konzentriert und trotz fragwürdiger Kampfrichterentscheidungen brachte er einen 3:1 Rundensieg über die Zeit (16:20). Mit dem Schlusspfiff gab es auf Sulzbacher Seite kein Halten mehr. In der Halle spielten sich unglaubliche Jubelarien ab. Man lag sich gegenseitig in den Armen und tanzte ausgelassen.

Behrem Bayrakal (74 kg Fr.) musste gegen Andreas Kirchgessner den Schlusspunkt setzen. Er lies seinen Gegner nicht zur Entfaltung kommen und verhinderte wie im Vorkampf in bravouröser Manier die überhöhte Niederlage.

Dies führte zum Endstand von 20:19 für Sulzbach.

Damit kann Sulzbach mit einem Sieg am Samstag im letzten Heimkampf gegen Schönau alles klar machen und die Meisterfeier kann nach dem Kampf starten. Und wir glauben, feiern wollen alle. Also Jungs noch ein Sieg und es ist vollbracht.

 

Bilder von Rainer Steffan gibt es hier .

 

 
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