KSV 1908 e.V. Sulzbach arrow Archiv arrow Berichte Archiv arrow KSV Berghausen II – KSV Sulzbach
KSV Berghausen II – KSV Sulzbach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand   
Freitag, 24. November 2006

Image Bericht   KSV Berghausen II – KSV Sulzbach

KSV Sulzbach gewinnt denkbar knapp mit 18:19 gegen den Tabellennachbarn Berghausen und festigt damit Platz 4. Der Kampf stand für Sulzbach unter keinem guten Vorzeichen. Windelband befindet sich immer noch im Mannöver und steht erst wieder beim nächsten Kampf zur Verfügung und Erdogan laboriert weiterhin an einer Schulterverletzung. Dadurch konnte Sulzbach den Kampf nur stark gehändicapt aufnehmen. So mussten diesesmal unbedingt die alten Mattenfüchse Ihre Kämpfe ohne Punktabgabe gewinnen und die Jugendlichen nach Möglichkeit über die Runden kommen und maximal eine 3:0 Wertung abgeben. Im Kampf verlief es dann jedoch nicht so wie geplant und gehofft.

Im ersten Kampf (55kg Gr.)traf Rothe auf Dohm. Die erste Runde gewann er übehöht und in der 2.Runde konnte er Dohm nach einem Hüftzug schultern (0:4). Osipov traf im 2. Kampf (120kg Fr.) auf den früheren 2. Deutschen A-Jugend Meister und 2.Liga Ringer Michael Krauss, welcher noch einen Gewichtsvorteil von 26 kg für sich verbuchen konnte. Osipov zeigte sich jedoch überaus motiviert und bezwang Krauss mit 3:0 Runden, und erledigte somit seine Aufgabe, keine Runde abzugeben bravourös (0:7). In der Klasse bis 60 kg Greco ging es für Seiler gegen Banghard ganz klar um Schadensbegrenzung. Dies bedeutete nach Möglichkeit keinen 4 er abzugeben. Die erste Runde war jedoch ruck-zuck vorbei und überhöht verloren. Nachdem das Trainertrio in der Pause Seiler neu instruiert hatte, konnte er in der 2. Runde dagegenhalten und verlor diese nur mit 8:3 und somit nicht überhöht. In der 3. Runde ging es dann nur noch darum, auf keinen Fall auf Schulter zu verlieren. So musste er sich mehrfach aus gefährlichen Lagen befreien, vermied dadurch aber die Schulterniederlage (3:7). In der 96 kg Klasse im greco Stil sollte Erdogan ebenfalls so wenig wie möglich Punkte abgeben. Er wurde jedoch von Enderle bereits nach 1 Minute geschultert (7:7). Den letzten Kampf (66kg Gr.) vor der Pause bestritt Kolay gegen Essig. Die erste Runde beendete Kolay nach mehreren Durchdrehern überhöht mit 8:0. Nun dachte eigentlich jeder dass dies so weitergehen würde. Aber wie schon öfters schlichen sich bei Kolay wieder kleine Schwächenphasen und so konnte er die 2 Runde nur mit 6:3 für sich entscheiden. Um nun den eingeplanten 4 Punkte mit nach Hause zu nehmen musste sein Gegner in der 3. Runde geschultert werden. Dies gelang Ihm jedoch nicht. Essig konnte sich genauso, wie zuvor Seiler, immer wieder aus der gefärlichen Lage befreien. So endete der Kampf mit 3:0 Runden für Kolay.(7:10). Im ersten Duell nach der Pause (84kg Fr.) standen sich Budzik und Kaufmann gegenüber. Kaufmann dürfte wahrscheinlich Nordbadens grösster Ringer sein. Mit seinen 2,09 Metern überragte er Budzik um fast 2 Köpfe. Die erste Runde endete mit 4:4. Hier setzte sich  wieder einmal Budziks ganze Erfahrung durch. Praktisch mit dem Schlussgong holte sich Budzik die letzte Einserwertung. Da bei Punktgleichheit die höhere oder die letzte Wertung zur Entscheidung führt, ging diese Runde an Budzik. In der 2. Runde sah man wieder dasselbe Bild. Kurz vor Schluss gelang Budzik wieder der Ausgleich zum 1:1 und damit wieder die letzte Wertung und der Rundensieg. In der 3 Runde wollte er anscheinend das Nervenkostüm der Trainer und Zuschauer etwas schonen und ging schnell mit 2:0 in Führung. Diese Führung konnte er bis zum Schluss verteidigen und gewann dadurch seinen Kampf mit 3:0 Runden. (7:13). Im 7 Kampf des Abends (66 Kg fr.) ging es für Mönch wieder um Schadensbegrenzung. Dies gelang Ihm aber nicht. Er verlor schnell alle 3 Runden überhöht.(11:13). Das nächste Kampfpaar (84 Gr) bildeten Gräber und Heinzelbecker. Alles sah nach einem klaren Sieg für Heinzelbecker aus. So konnte er  die erste Runde klar überhöht gewinnen. In der 2. Runde war Gräber jedoch besser auf Heinzelbecker eingestellt. So gelang beiden im Standkampf keine Wertung, also musste der Bodenkampf die Entscheidung bringen. Heinzelbecker musste  unverständlicherweise zuerst in die Bodenlage. Gräber konnte jedoch keine Wertung erzielen und gab dadurch einen Punkt an Heinzelbecker ab. Nun musste Heinzelbecker Gräber`s Bodenlage unbedingt nutzen und punkten. Aber auch Ihm gelang keine Wertung. So machte Gräber die letzte Wertung und gewann die Runde. Die 3. Runde entschied Heinzelbecker wieder mit 3:0 für sich. Die 4. Runde musste er jedoch wieder mit 3:1 an Gräber abgeben. So stand es nach Runden 2:2 und die 5. Runde musste die Entscheidung bringen. Aber wie schon in der 2. Runde konnte kein Ringer im Stand oder im Boden punkten. Es entschied wiederum die Punktabwehr in der Bodenlage. Da aber Gräber wie in der 2. Runde zuerst in die Bodenlage durfte konnte er wieder die letzte Wertung machen. So hieß es 3:2 für Gräber und stand nun 2 Kämpfe vor Schluss 14:15 für Sulzbach. In den 2 abschliessenden Kampfpaarungen war klar, dass hier Werthwein gegen den 2. Liga erfahrenen Kunzmann ohne Chance sein wird und seinen Kampf überhöht oder auf Schulter verlieren wird. Dies traf dann auch so ein (18:15) So musste es wieder einmal mehr Klaus Kraft richten. Um ein Unentschieden zu erreichen musste er gegen Mall mindestens mit 3:0 Runden gewinnen. Aber danach sah es zunächst nicht aus. Schnell ging Mall in der 1. Runde in Führung und konnte diese für sich entscheiden. Damit war eigentlich klar dass der Ringkampf verloren war. Nachdem Kraft auch die 2. Runde verloren hatte, hatte man sich schon damit abgefunden, die Heimreise ohne Punkte antreten zu müssen. In der 3. Runde wendete sich jedoch das Blatt. Kraft wurde immer stärker und Mall immer schwächer. Kraft gewann die 3. Runde mit 3:1 und die 4. Runde mit 2:1. So musste die 5. Runde die Entscheidung bringen. Für Sulzbach zählte nur noch ein Schultersieg, denn nur so konnte der Kampf noch gewonnen werden. Dem entsprechend ging Kraft in der 5. Runde zu Werke. Er setzte alles auf eine Karte und überraschte Mall kurz vor Schluss mit einem Hüftschwung und schulterte Ihn. Unbeschreiblicher Jubel brandete im Sulzbacher Lager auf. Hatte man doch nun den schärfsten Gegner um Platz 4 auf dessen eigener Matte mit 19:18 besiegt.

Bernd Seiler

 
< zurück   weiter >
Unsere Partner ...
SchwarzerOchse