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KSV Wiesental - KSV Sulzbach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand   
Freitag, 6. Oktober 2006

Image Bericht   KSV Sulzbach – KSV Wiesental

KSV Sulzbach zeigt unglaubliche Kampfmoral

Nach dem  schwer erkämpften Auswärtssieg in Hockenheim, dem unerwartet hohen Sieg gegen Berghausen beim Ringermeeting, ging es am Samstag nun gegen den KSV Wiesental.

Die Mannschaft von Wiesental, angeführt von dem frisch gebackenen Seniorenweltmeister Detlef John, hat sich nach dem Aufstieg massiv verstärkt und möchte bei der Meisterschaft ein Wörtchen mitreden. Sulzbach eigentlich nicht. Aber hierzu gibt es immer wieder eine klare Aussage, und die lautet:“ es muss immer erst gerungen werden, bevor die Punkte verteilt werden“, und ringen tut Sulzbach zurzeit unglaublich gut. 

Die Aussichten für Sulzbach waren jedoch nicht sehr rosig, da Windelband mit 40° Fieber morgens absagen musste.

Den Auftakt der Kämpfe bestreitete Rothe gegen Strubert. Nachdem er die erste Runde gewann, konnte er Strubert  in der 2. Runde schultern.  Nun folgte der Kampf Celik gegen John, sinnbildlich David gegen Goliath, hier wurde Erdogan jedoch selbst zur Schleuder und verlor überhöht. Im 3. Kampf standen sich Seiler und Panahzade gegenüber, verletzungsbedingt musste Seiler in der ersten Runde aufgeben.

Nun folgte Osipov gegen Kessel. Hier wurde Osipov in der ersten Runde so überrascht, dass er erstmalig, seit Er in Sulzbach ringt, eine 3 er Wertung abgeben musste. Nachdem er sich dann auf seinen Gegner eingestellt hatte, konnten die folgenden 3 Runden jeweils für sich entscheiden.

Das 5. Kampfpaar bildeten der rumänische, sieggewohnte, Gogiltan für Wiesenthal und Zielezinski für Sulzbach. Hier wurde einerseits Freistilringen zelebriert(von Zielezinski) und andererseits Unsportlichkeit (von Gogiltan) demonstriert. Nachdem Gogiltan in den ersten Minuten regelrecht vorgeführt wurde und mit seiner Ringweise anscheinend keine Chance sah den Kampf zu gewinnen, stellte er seinen Ringstil total um und versuchte unseren Sportler mit unfairen Mitteln aus dem Konzept zu bringen. Trotz Verwarnung und Ermahnungen blieb er weiter unsportlich und wurde am Ende dafür noch belohnt. Bei einer äußerst fragwürdigen Aktion verletzte er zielezinski so schwer, dass dieser aufgeben musste.

So stand es vor der Pause 13:7 für Wiesenthal.

Da Sulzbach noch eine Klasse unbesetzt hatte (Windelband), stand es nun vor den letzten 4 Kämpfen 17:7 für Wiesenthal. Da nun noch 4 starke Wiesenthäler folgten, feierten viele Zuschauer schon einen weiteren Sieg ihrer Mannschaft. Doch man sollte die Rechnung nie ohne den Wirt machen.

Und hier war Sulzbach der Wirt in den Mannen,

-Kolay (überragend sein Schleuderwurf mit anschließender Schulterung) gegen Passarelli  Stand 17:11
- Budzik (durch ungewohnte Greco Ambitionen sicherer Schultersieger ) gegen Kessel         Stand 17:15 
Heinzelbecker (in der Bodenabwehr schierkar unbezwingbar und im Bodenangriff immer eine Punktebank, selbst in 84 kg)             Stand 17:18
- Nun konnte das Wunder seinen Lauf nehmen, in der Form „Ursulzbacher“ Kraft gegen Schönberger, aber anscheinend nicht mit Schiedsrichter Giryan. Die erste Runde konnte Kraft nach 0:4 Rückstand noch 7:4 gewinnen. Nun fehlte noch ein Rundensieg zum Unentschieden. Die 2. Runde ging jedoch mit 3:2 an Schönberger. Nun hofften alle Fans auf die 3. Runde. Hier passierte Giryan  allerdings ein klarer Regelverstoss. Nachdem Kraft seinen Gegner kontern konnte und Ihn praktisch auf beiden Schultern liegen hatte (gefährliche Lage) pfiff Giryan den Kampf ab um in dem vorgeschriebenen Bodenkampf fortzufahren. Dies ist jedoch bei gefährlicher Lage nicht erlaubt. So verlor Kraft die 3. Runde, sogar dann noch überhöht. Es folgte die 4. Runde und unbeschreiblicher Jubel brandete auf, als Kraft nach zwei 3 er Wertungen die Runde für sich entscheiden konnte. Damit war das Unentschieden gerettet. Es sollte jedoch noch besser kommen. Auch die 5.Runde konnte Kraft für sich entscheiden, und damit den Kampf mit 21:19 für Sulzbach.

(Bernd Seiler)

 
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